Martin Luther – unsere Schule trägt den Namen eines bekannten Mannes - doch: wer war das?

"Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

Geboren wurde Martin Luther am 10. November 1483 in Eisleben, einer Stadt im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt. Dort starb er auch am 18. Februar 1546.

Das ist ganz schön lange her, rund 500 Jahre. Luther lebte in einer Zeit des Umbruchs und des Wandels vom Mittelalter zur Neuzeit.

Seine Überlegungen und Entdeckungen zu Religion und Glaube und sein Einfluss auf das Schulwesen reichen bis heute. – Warum?

Er machte sich als Professor für Theologie (Religion) viele Gedanken über Gott und Jesus. So entdeckte er Gottes Zusage der Hilfe (Gnade) für alle Menschen.

Luther wollte, dass die Wahrheiten der Bibel bei den Menschen ankommen. Sie sollten selber in der Lage sein, darüber nachzudenken und zu eigenen Entscheidungen zu kommen.

Doch nur wenige Menschen konnten diese Gedanken damals überhaupt lesen, da nur wenige Menschen lesen und schreiben konnten. Die Bibel gab es auf Latein. Luther übersetzte auf der Wartburg in der Rekordzeit von nur vier Monaten das Neue Testament ins Deutsche, danach das Alte Testament.

Doch Menschen, egal ob reich oder arm, sollten zur Schule gehen können. Auch sollte erstmals in deutscher Sprache Lesen und Schreiben unterrichtet werden. Die Sprache im Unterricht war bisher Latein.

In seinen Reden und Büchern betonte Luther immer wieder, wie wichtig die Schulbildung der Kinder sei und unterstützte die Einrichtung von Schulen. Letztlich ist dies ein Weg zu Demokratie, Freiheit und selbstständigem Denken, zusammengefasst in dem Satz im Eingang zur Mensa: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

Somit sind Luthers Gedanken von vor 500 Jahren ein aktueller Auftrag an Schüler und Lehrer unserer Schule.