Stadtarchiv

„Die ganze Stadt und die Region sollen unser Klassenraumsein.“ Dieser Leitgedanke formuliert einen unserer Grundsätze für Schule und in der Folge auch für Unterricht.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens bedarf es außerschulischer Partner. Mit dem Stadtarchiv haben wir dazu seit dem Frühsommer 2015 einen kompetenten Partner finden können; geplant ist in naher Zukunft eine Erweiterung mit der Einbeziehung der Stadtbibliothek.

Vorgesehen sind im Laufe der sechsjährigen Schulzeit bei uns an der Schule jeweils drei „Kontaktpunkte“ mit unseren Partnern; je Doppeljahrgangsstufe sollen die Schüler diese Verbindung einmal nutzen.

 

 

Jahrgang 5/6:

Das Archiv als außerschulischer Lernort wird mit den bereits bestehenden Projekttagen „Altes Dorf Westerholt“ verknüpft und kommt als weiterer Lernort neben dem Besuch des Heimatkabinetts, der Dorfführung mit dem Kiepenkerl sowie einer Kirchenführung durch St. Martinus hinzu.

Im Vorfeld bringt die Leiterin des Stadtarchivs „Post“ in die neuen 5er Klassen – dabei handelt es sich um alte Fotos. Die Schüler sollen damit zunächst den Ort bzw. die Perspektive (auf)suchen, aus der die Fotos gemacht wurden und dann die Perspektive dieser Fotos in gleicher oder ähnlicher Perspektive nachstellen.

Im Archiv verschaffen sich die Schüler-Archivare durch verschiedene Recherchen und Arbeiten einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten im Archiv.

 

Jahrgang 7/8:

„Warum war es in Westerholt gefährlich evangelisch zu sein?“ – eine in früherer Zeit durchaus relevante Frage. Die Antwort suchen die Schülerinnen und Schüler bei der Beschäftigung mit dem Themenkomplex „Industrielle Revolution“ und verschaffen sich somit gleichzeitig auch Einblicke in die Verknüpfung von den Umwälzungen jener Zeit auf europäischer und nationaler „Bühne“ mit (kirchen)politischen Entwicklungen am Schulort. 

 

Jahrgang 9/10:

Mit dem dritten „Kontaktpunkt“ nehmen wir seitens der Gesellschaftslehre den Kooperationspartner „Stadtbibliothek“ mit ins Boot.

In Form eines „Lernen an Stationen“ erarbeitet sich dort eine Gruppe Einblicke in die Situation von Zwangsarbeitern in der Stadt (Bergbau) während der NS-Zeit, die andere beschäftigt sich im Archiv mit dem Leben jüdischer Mitbürger in der damaligen Zeit.

Die Ergebnisse sind Teil des Moduls „Erinnerungsarbeit“, in das auch der jährliche Beitrag der Schule zum Volkstrauertag sowie eine Gedenkstättenfahrt integriert sind.