Portfolio

Der Begriff des Portfolios ist schon seit längerem in der Geschäfts- und Arbeitswelt geläufig. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: „portare“, lat.: tragen und „folium“, lat.: Blatt. 

Heutzutage werden Bewerbungsunterlagen für eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, ebenso wie Angebots- und Selbstdarstellungspakete, die man in verschiedensten Arbeitsbereichen potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern unterbreitet, in zunehmendem Maße Portfolio genannt.

In diesem Sinne handelt es sich bei Portfolios um individuelle Sammlungen von Unterlagen und Arbeitsproben, die dem Rezipienten einen möglichst positiven Eindruck von den Fähigkeiten und Kompetenzen des Verfassers geben sollen. 

 

Bei uns sehen wir das so:

Ein Portfolio ist eine Gelegenheit, Aufgaben zu sammeln und dem Lehrer zu zeigen, wie gelernt und gearbeitet wird. Also gewissermaßen eine Sammelmappe für „Lernen“.

Neben der inhaltlichen Bearbeitung der Arbeitsaufträge wird bei der Bewertung des Portfolios auch die Form der Bearbeitung berücksichtigt. Sauberkeit und Ordnung sind dabei ganz entscheidende Aspekte. Die Schüler haben z.B. genug Zeit im Wörterbuch nachzuschlagen.

Zu einem Portfolio gehört ein selbstgestaltetes Deckblatt mit den wichtigsten Angaben zum Inhalt und ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzählung

•Bei dem Deckblatt geht es darum, dass auf einem Din-A4-Blatt ein Cover (Titelseite) entworfen wird. Dieses Cover sollte entscheidende Informationen zum Thema des Portfolios enthalten. Den Schülern wird Zeit für Ideen und Kreativität eingeräumt.

•Im Inhaltsverzeichnis werden alle Arbeitsblätter und Arbeitsergebnisse mit Angabe von Seitenzahlen aufgeführt. Die Schüler müssen dabei jeweils aktualisieren, um das Inhaltsverzeichnis schlüssig zu gestalten

 

Für die Bewertung des Portfolios werden auch individuelle (persönliche) Leistungen herangezogen. Ergebnisse aus vorgegebener Partner- oder Gruppenarbeiten werden für jeden Einzelnen gleich bewertet, vorausgesetzt, dass jeder am Ergebnis der Gruppe mitgearbeitet hat. Ergebnisse, die eine individuelle Leistung nicht erkennen lassen, werden für die Bewertung des Portfolios nicht herangezogen.

 

Ziele

Durch die Aufnahme der Portfolio-Arbeit in das Schulcurriculum werden die Schüler mit dieser Form der Selbstdarstellung vertraut gemacht, um sich auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitsrealität vorzubereiten. Dabei sollen die Schüler zum einen lernen ihre eigenen Stärken und Talente zu erkennen und in ansprechender Weise darzustellen und zu präsentieren.

Zum anderen werden Schüler nicht, wie dies unter den herkömmlichen Arbeitsbedingungen in Schulen häufig der Fall ist, mit ihren Defiziten konfrontiert. Vielmehr dürfen sie im Portfolio das präsentieren, was sie gut können. Somit ist diese hochindividualisierte Arbeitsform in besonderem Maße geeignet die Motivation für und die Freude an dem Unterrichtsfach zu fördern.